Personalentwicklung – News2use – Juni 2008

Sekundenschnelles Entscheiden

 

Ein Gedankenaustausch mit Markus Merk (3-facher Fußball-Weltschiedsrichter des Jahres) vor ein paar Tagen wirkte sehr anregend auf mich. Denn täglich stehen wir vor duzenden Entscheidung und manchmal spielt der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Auch wenn Sie kein Schiedsrichter bei der EURO sind, „Elfmeter“ oder „Freistoß“, „ja“ oder „nein“ – sekundenschnelles Entscheiden hinterläßt Spuren im Unternehmen.

Schnell entscheiden – nein danke!


Warum sind schnelle Entscheidungen so umstritten? Sicherlich deshalb, weil diese gedanklich mit Fehlentscheidungen in Verbindung gebracht werden und damit sind diese angstbehaftet. Doch Fehlentscheidungen passieren immer und überall im Leben. Schnell entscheiden muß ja nicht heißen, übereilt Entscheidungen zu treffen!

Vorteile schneller Entscheidungen


Werfen wir doch einmal einen Blick auf die Vorteile des schnellen Entscheidens:
Es verschafft Vorsprung gegenüber anderen.
Der Überraschungseffekt irritiert und vereinfacht die Umsetzung (weniger Gegenwehr)
Es wirkt überzeugend, zeugt von Kompetenz und Souveränität

Basisarbeit


Um diese Vorteile für sich nutzbar zu machen sind gewisse Voraussetzungen zu schaffen.
Fachkenntnis ist oberstes Gebot (verinnerlichtes Wissen fördert die intuitiv richtige Entscheidung)
Eine hilfreiche Werte-Basis sind:
o gelebte Ifdentifikation und Begeisterung,
o gesundes Selbstbewußtsein,
o Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und
o (Selbst)Führungswille (im Gegensatz zur verinnerlichten Opferhaltung)
hoher Stimmungslevel (gut drauf sein hat viele Facetten)
gesundes Selbstbewußtsein und -sicherheit machen mutig
Lockerheit und Entspannheit fördern den Zugang zu allen mentalen Fähigkeiten
Begeisterung fördert die Akzeptanz

Einflüsse von Außen


Natürlich hat auch das Umfeld einen wesentlichen Einfluss auf den Entscheider. Während beim Schiedsrichter das Publikum oder Spielerpersönlichkeiten durch Agitationen verbaler und nonverbaler Natur die Konzentration schwächen oder die Aufmerksamkeit verschieben, sind Entscheider in der Wirtschaft den Einflüssen von Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern ausgesetzt.
Selbstorientierung und Standfestigkeit sind dabei hilfreich, um nicht wie ein Blatt im Wind zu wirken. Sie stehen in engem Zusammenhang mit dem Faktor Vertrauen wenn es darum geht, dass die getroffene Entscheidung nicht angezweifelt wird. Doch auch hier gilt: Zögern wird als falsche Entscheidung wahrgenommen.

Viele richtige und schnelle Entscheidungen wünscht Ihnen

Dieter Vogel

PS: Und bedenken Sie: auch keine Entscheidung ist eine Entscheidung!

Sollten Sie jedoch die Entscheidung getroffen haben, Ihre Entscheidungskompetenz emotional zu stärken, so freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme unter 0699 - 17 000 435